1926–1936 – Die Pionierzeit des Asperger Handballs
Der Grundstein des Asperger Handballs wurde 1926 gelegt, als der wandernde Schreiner und Handballer Heini Jürgensen aus Flensburg das damals noch junge Spiel nach Asperg brachte. Seine Begeisterung sprang sofort auf die Sportkameraden über, und schon bald entstand die erste Handballmannschaft im Turnverein. Trotz der wirtschaftlich schwierigen Jahre der Weimarer Republik gelang es, den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten und sportlich voranzukommen. Besonders hervorzuheben ist die außergewöhnliche Kameradschaft dieser Zeit: Sportplatz und Sportheim wurden in gemeinsamer Arbeit errichtet und verbessert, finanziell Bessergestellte unterstützten ihre arbeitslosen Teamkameraden. Dieser Zusammenhalt machte es möglich, dass die Mannschaft sogar in der höchsten Spielklasse ihres Verbandes antrat. Mit den politischen Veränderungen ab 1933 jedoch veränderte sich die Vereinslandschaft drastisch. Verordnete Zusammenschlüsse führten zu einem deutlichen Rückgang der Aktiven, und 1936 kam der Spielbetrieb zeitweise vollständig zum Erliegen.
Größte Erfolge 1926–1936:
- Aufbau der ersten Handballmannschaft in Asperg
- Teilnahme in der höchsten Spielklasse des damaligen Verbands
- Errichtung und Ausbau von Sportplatz und Sportheim in Eigenleistung
1937–1946 – Neubeginn, Jugenderfolge und Kriegsjahre
Ab 1937 gelang es erneut, eine erste Mannschaft zu melden. Der Verein erlebte einen deutlichen Aufschwung, getragen von jungen, talentierten Spielern und Heimkehrern aus dem Wehrdienst. Besonders die intensive Jugendarbeit zahlte sich aus: Die B-Jugend gewann ihre erste Kreismeisterschaft, und selbst in den schwierigen Kriegsjahren setzte die A-Jugend bemerkenswerte Zeichen, indem sie zweimal das württembergische Endspiel erreichte. Einige der vielversprechendsten Talente wurden sogar in die Landesauswahl berufen. Der Krieg hinterließ jedoch tiefe Spuren – viele Spieler kehrten nicht mehr nach Asperg zurück und bleiben unvergessen. Unmittelbar nach Kriegsende erwachte der Handball jedoch erstaunlich schnell zu neuem Leben. Die ersten Heimkehrer vereinten erfahrene Kräfte mit jungen Spielern und formten ein Team, das bereits in der ersten Nachkriegssaison in die 1. Württembergische Spielklasse aufstieg – ein beeindruckender Neuanfang.
Größte Erfolge 1937–1946:
- Erste Kreismeisterschaft der B-Jugend
- A-Jugend zweimal im württembergischen Endspiel
- Aufstieg in die 1. Württembergische Spielklasse direkt nach Kriegsende
1947–1956 – Wiederaufbau und sportliche Stabilität
Die Nachkriegsjahre standen ganz im Zeichen des Wiederaufbaus und der strukturellen Festigung. Zunächst führten Theodor Gienger und Herbert Müller die Abteilung, bis 1947 Fritz Müller das Amt übernahm und über ein Jahrzehnt hinweg entscheidend prägte. Unter seiner Leitung gewann die Abteilung stetig an Stabilität. Die Asperger Jugendmannschaften setzten ihre Erfolgsserie aus den Vorkriegsjahren fort und wurden mehrfach ausgezeichnet. Die Männer trafen in der Landesklasse auf namhafte Gegner wie Frisch Auf Göppingen und zeigten sich auf Augenhöhe. Nach einem Abstieg in den späten 40ern gelang es der Mannschaft, 1950/51 wieder in die Landesliga aufzusteigen. Auch die Damenmannschaft machte von sich reden, spielte bis 1949 aktiv und errang sogar eine Vize-Kreismeisterschaft. Die Mitte der 50er Jahre waren geprägt von vielen Turniererfolgen und einer immer breiter aufgestellten Abteilung, die 1956 schließlich die Bezirksligameisterschaft feierte und erneut in die Landesliga aufstieg.
Größte Erfolge 1947–1956:
- Erfolgreiche Jugendarbeit mit mehrfachen Auszeichnungen
- Aufstieg in die Landesliga 1950/51
- Damenmannschaft wird Vize-Kreismeister
- Bezirksligameister 1956 & erneuter Landesliga-Aufstieg
1957–1966 – Der Weg in höchste Spielklassen
In dieser Dekade reifte die Asperger Mannschaft zu einem der stärksten Teams der Region. Ende der 1950er Jahre erreichte das Team regelmäßig Spitzenplätze, sowohl in der Halle als auch auf dem Feld. 1959 verpasste man nur denkbar knapp die Meisterschaft, sicherte sich jedoch den Hallen-Kreismeistertitel. Nach zwei Anläufen gelang der Aufstieg in die Württembergische Hallenliga. Auch in der Führungsebene gab es Veränderungen: Auf Fritz Müller folgten Walter Burkhardt und 1961 schließlich Werner Reichert. Der sportliche Höhepunkt dieser Jahre folgte 1963 mit dem Landesligameistertitel und dem Aufstieg in die Verbandsliga. Doch der größte Triumph sollte erst 1965 kommen: Unter Trainer Otto Schmid wurde Asperg württembergischer Feldhandballmeister und stieg in die Süddeutsche Oberliga, damals die höchste Spielklasse im Feldhandball, auf. Dieser Erfolg machte weit über die Region hinaus Schlagzeilen. 1966 rundeten zum 40-jährigen Jubiläum mehrere sportliche Erfolge diese goldene Phase ab.
Größte Erfolge 1957–1966:
- 1959: Kreismeister Halle
- 1963: Meister der Landesliga & Aufstieg in die Verbandsliga
- 1965: Württembergischer Feldhandballmeister
- 1965: Aufstieg in die Süddeutsche Oberliga (höchste Klasse)
- 1966: Aufstieg in die Württembergische Hallenliga
1967–1976 – Nachwuchstriumphe und Jubiläumserfolge
Die späten 60er und frühen 70er Jahre waren geprägt von sportlichen Höhen und Tiefen. 1967 konnte der Verein den Klassenerhalt in der Oberliga nur knapp über ein Entscheidungsspiel sichern, 1968 folgte trotz eines Heimsiegs gegen FA Göppingen der Abstieg. Doch im gleichen Jahr schrieb die A-Jugend Vereinsgeschichte: Sie wurde sowohl württembergischer als auch süddeutscher Meister – ein Erfolg, der in der Region große Beachtung fand. In den folgenden Jahren wechselte die Abteilungsleitung mehrfach, bis sich unter Carl O. Benz und später Helmut Noller organisatorische Stabilität einstellte. Sportlich kehrte die Mannschaft 1973 in die Württembergische Oberliga zurück. 1975 nahm erneut eine Damenmannschaft am Spielbetrieb teil und feierte auf Anhieb eine Meisterschaft und den Aufstieg. Das 50-jährige Jubiläum 1976 wurde zu einem der Höhepunkte der Vereinsgeschichte, ergänzt durch sportliche Erfolge, Festlichkeiten, ein großes Jubiläumsturnier und eine Sportwoche.
Zeitzeugen:
"Nachdem ich immer wieder Walter Burkhardt angesprochen habe, ob man nach Jahren nicht wieder eine Frauenmannschaft gründen könnte, fand tatsächlich die erste Trainingsstunde in der Stadthalle mit ihm als Trainer statt." Helga Gruber, Spielerin 1975
"Wir Frauen waren der Meinung: Was unsere Männer können, können wir auch. Im Februar glückte uns sogar gleich der Aufstieg in die 2. Kreisklasse. Wir waren sehr stolz, motiviert und hatten viel Freude." Karin Noller, Spielerin 1975
Größte Erfolge 1967–1976:
- 1968: Württembergischer & süddeutscher Meister (A-Jugend)
- 1973: Wiederaufstieg in die Württembergische Oberliga
- 1975: Meisterschaft der Damen & Aufstieg
- 1976: Meister Landesliga Halle & Oberliga-Aufstieg
1977–1986 – Glanzjahre und große Talente
Die späten 70er und frühen 80er Jahre gehören ohne Zweifel zu den erfolgreichsten Kapiteln des Asperger Handballs. 1977 erreichte die Mannschaft einen Spitzenplatz in der Oberliga, 1979 folgte ein historischer Doppelerfolg: Vizemeisterschaft in der Halle und württembergischer Feldhandballmeistertitel nach einem dramatischen Finale gegen Heiningen. Die Jugendabteilung glänzte weiterhin mit herausragenden Ergebnissen: Die D-Jugend wurde württembergischer Meister, und Torhüterin Sabrina Koschella
schaffte den Sprung ins Juniorinnen-Nationalteam, mit dem sie 1981 WM-Bronze errang. Auch in den Folgejahren erreichte Asperg mehrfach das Finale um die Feldhandballmeisterschaft und holte 1984 erneut den Titel. Mitte der 80er endete eine Ära, als die prägenden Spieler der 70er und 80er ihre Laufbahn beendeten und Erfolgstrainer Hans Weidner zurücktrat. Der Grundstein für eine weiterhin starke Entwicklung war jedoch gelegt.
Zeitzeugen:
"Es ist unmöglich, ein Highlight aus hundert Jahren zu nennen. Aber für mich war sicher die württembergische Meisterschaft in der D-Jugend unter unserem Trainer Werner Gruber herausragend. Speziell unser Jahrgang hat Werner so viel zu verdanken!" Roland Häberle, württ. Meister 1979
"Ein Highlight war für mich, mit der Württembergischen Auswahl der Aktiven im Sindelfinger Glaspalast vor ausverkauftem Haus (3.500 Zuschauer) gegen den amtierenden Weltmeister Russland ein Freundschaftsspiel zu bestreiten. Im Zentrum deckend, hatte ich es mit einem 2,04 m großen Kreisläufer zu tun, den ich allerdings nur in den unteren 2/3 seines Körpers „bearbeiten“ konnte." Jürgen Neuffer, Spieler bis 1986
Größte Erfolge 1977–1986:
- 1979: Vizemeister Oberliga (Halle)
- 1979, 1984: Württembergischer Feldhandballmeister
- 1980: Württembergischer Meister (D-Jugend)
- 1981: WM-Bronze für Sabrina Koschella (Juniorinnen-Nationalteam)
1987–1996 – Breite, Beständigkeit und starke Jugend
Ab 1987 gewann der Verein durch neue Turnierformate und Veranstaltungen – wie das zweitägige Männer- und Frauenturnier – weiter an Attraktivität. Sportlich setzten die Herren in dieser Zeit vor allem auf dem Feld Akzente: 1989 und 1990 blieb Asperg ungeschlagen und errang gleich zwei Bezirksmeisterschaften sowie Württembergische Meistertitel. Die Herren stiegen zudem in die Verbandsliga auf und etablierten sich dort erfolgreich. Die Jugendabteilung zählte in diesen Jahren zu den stärksten der Region: Zahlreiche Mannschaften erreichten Bezirks-, Landes- und Verbandsmeisterschaften. Die Abteilung wurde mehrfach für hervorragende Jugendarbeit ausgezeichnet und baute ein außergewöhnlich breites Fundament auf. Ausflüge, Zeltlager und Vereinsaktivitäten trugen zusätzlich zu einem lebendigen Vereinsleben bei.
Zeitzeugen:
"Ich war insgesamt 40 Jahre in verschiedenen Aufgaben als Funktionär dabei. Geprägt waren diese von hoher Kameradschaft. Wir waren ein Führungsteam von sieben, acht Personen. Meine Aufgabe als Abteilungsleiter war damals hauptsächlich zu delegieren und die anfallenden Aufgaben auf die verantwortlichen Personen zu verteilen." Martin Pfisterer, Abteilungsleiter 1977 - 1991
"Mit dem Einstieg von Wilfried (Zwille) Binder als Spielertrainer begann eine handballerisch prägende Zeit für die Folgejahre. Das damalige Spiel unserer jungen Mannschaft bekam Struktur mit klaren Abläufen und innovativen Spielzügen. Dies brachte nicht nur Erfolg und Spielfreude auf das Spielfeld, sondern auch riesige Stimmung auf die Tribüne." Andreas Pesch, Spieler bis 1997
Größte Erfolge 1987–1996:
- 1989 & 1990: Württembergischer Feldmeister
- 1990: Aufstieg der Herren in die Verbandsliga
- Mehrere Landes- und Bezirksmeisterschaften in der Jugend
- Wiederholte Auszeichnung „Hervorragende Jugendarbeit“
1997–2006 – Professionalisierung, Förderverein und Nationalspieler
Nach einer kurzen Phase ohne Abteilungsleitung stabilisierte sich die Organisation wieder, und mit Karin Noller sowie später Klaus Nocon und Uwe Engelhardt wurde die Führung neu geordnet. Ein Meilenstein war 1997 die Gründung des Fördervereins Handball Asperg e. V., der die finanzielle und strukturelle Basis erheblich stärkte. Sportlich war die Jugend weiterhin das Herzstück des Vereins: Zahlreiche Meistertitel in der Bezirks-, Landes- und Verbandsliga sowie starke Auftritte bei Turnieren prägten diese Jahre. Die erste Mannschaft hielt sich konstant in der Verbandsliga; die Frauen feierten Aufstiege und etablierte Plätze. Zwischen 2001 und 2006 erreichte die Jugendarbeit ihren Höhepunkt: Vier württembergische Meistertitel, mehrere süddeutsche Halbfinalteilnahmen und die Entwicklung zweier Nationalspieler – Timo und Thorsten Salzer – zeugen von einem außergewöhnlichen Niveau. Parallel dazu wuchs das Vereinsleben mit Skiausfahrten, Sportwochen, Jahresfeiern und Straßenfesten zu einem festen Bestandteil der Asperger Gemeinschaft.
Zeitzeugen:
"2006 hab ich den sehr erfolgreichen Jahrgang 89/90 als Athletiktrainer unterstützt, was mit dem letzten Württem-
bergischen Meistertitel einer Asperger Jugend für mich ein sehr schönes Ende meiner Trainertätigkeit fand." Werner Gruber, langjähriger Spieler und Trainer
Größte Erfolge 1997–2006:
- 4 württembergische Jugendmeisterschaften (2001–2006)
- Mehrfach Qualifikation für süddeutsche Meisterschaften
- Gründung des Fördervereins Handball Asperg e. V.
- Nationalspieler: Timo & Thorsten Salzer
- Regelmäßige Bezirks- und Verbandsliga-Meisterschaften
2007–2016 – Neue Impulse und sportlicher Wiederaufbau
Die Jahre ab 2007 standen im Zeichen großer Veränderungen und kontinuierlicher Weiterentwicklung. Sportlich begann dieser Abschnitt mit Rückschlägen: Die Männer 1 mussten 2007/08 den Abstieg in die Bezirksliga verkraften. Gleichzeitig wuchs der Zusammenhalt im Verein weiter. Public-Viewing-Veranstaltungen in der Rundsporthalle, Abteilungsklausuren sowie zahlreiche Ausflüge prägten diese Jahre und stärkten die Gemeinschaft.
Die Frauenabteilung setzte wichtige Akzente: 2008/09 stiegen die Frauen 1 in die Landesliga auf, gleichzeitig wurde erstmals eine Frauen-2-Mannschaft gegründet. Die Umstrukturierungen in der Abteilungs- und Jugendleitung sorgten dafür, dass der Verein organisatorisch neu aufgestellt wurde. Das Sportangebot öffnete sich weiter für die Öffentlichkeit – die frühere Sportwoche wurde ab 2009 als großes Sommerfest gefeiert und entwickelte sich schnell zu einem beliebten Treffpunkt.
Sportlich wechselhaft, aber voller positiver Impulse, zeigte sich die Phase ab 2010. Die Frauen 1 mussten 2010/11 die Landesliga wieder verlassen, doch der Verein erweiterte gleichzeitig sein Angebot: Skatturnier, Bundesliga-Besuche und intensive Jugendarbeit gehörten nun fest zum Jahreskalender. Die internationalen Jugendausflüge – besonders nach Prag und zur Partnerstadt Lure – wurden fester Bestandteil des Vereinslebens.
Auch organisatorisch wurden entscheidende Weichen gestellt: Zwischen 2012 und 2015 wechselte die Abteilungsleitung mehrfach und brachte neue Impulse in die tägliche Arbeit. Sportlich gelang 2014/15 ein wichtiger Schritt – der Wiederaufstieg der Männer 1 in die Bezirksliga. Die folgenden Jahre waren von einer beeindruckenden Aufstiegsserie geprägt: 2015/16 schafften Männer 2 und Männer 3 jeweils den Sprung in die nächsthöheren Ligen, und auch die Frauen 2 sicherten sich den Aufstieg in die Bezirksklasse.
Parallel dazu wurde die Jugendarbeit weiter ausgebaut. 2016 fanden erstmals die Bezirks-Final4-Turniere in Asperg statt – Veranstaltungen, die große Aufmerksamkeit auf den Nachwuchs lenkten und die Halle füllten. Die E- und D-Jugend feierte zudem ihr erstes Turnierwochenende im österreichischen Alberschwende, ein Höhepunkt für Kinder, Eltern und Trainer.
Damit endete ein Jahrzehnt, das geprägt war von Neuausrichtung, sportlichen Auf- und Abstiegen, einem erstarkten Gemeinschaftsleben und einer intensiven Weiterentwicklung im Jugendbereich.
Zeitzeugen:
"Einer der größten Momente war der Aufstieg 2006 in die Landesliga, als wir mit 0:8 Punkten in die Saison gestartet sind, dann die alten Haudegen wie Steffen Mihatsch und ich für die Erste „reaktiviert“ wurden und wir danach kein Spiel mehr verloren haben." Arndt Kammerer, langjähriger Spieler
"Es war auf jeden Fall eine sensationelle Saison mit der so niemand gerechnet hatte. Ich kann mich noch an das Rückspiel in der Aufstiegs-Relegation in Betzingen erinnern. Schon die Busfahrt war ein Highlight. Dank Peter Fox und „Schüttel dein Speck„." Dieter Gramer, Trainer Frauen 1
"Der TSV war immer mein Verein, ab einem Alter von zwei Jahren war ich ein Teil davon und beinahe mein gesamtes Umfeld hat sich durch den Asperger Handball ergeben. Darüber bin ich sehr dankbar und es war mir natürlich eine Herzenssache wieder zum TSV zurückzukehren." Thomas Neuffer, spielte nur von 2012 bis 2015 nicht in Asperg
Wichtigste Erfolge & Ereignisse 2007–2016:
- 2007/08: Männer 1 Abstieg in Bezirksliga
- 2008/09: Frauen 1 Aufstieg in die Landesliga
- Gründung Frauen 2
- 2010/11: Frauen 1 Abstieg Landesliga
- 2014/15: Männer 1 Aufstieg in Bezirksliga
- 2015/16:
- Frauen 1: 3. Platz, knapp in Relegation gescheitert
- Männer 2: Aufstieg Kreisliga A
- Männer 3 erstmals gemeldet & Aufstieg Kreisliga C
- Frauen 2: Aufstieg Bezirksklasse
- 2016: Bezirks-Final4 in Asperg
- Jugend erstmals in Alberschwende
- Stärkere internationale Jugendkontakte (u. a. Lure, Prag)
- Weiterentwicklung des Sommerfests und Vereinsaktivitäten
2017–2026 – Aufschwung, Pandemie, große Erfolge und neue Identität
Ab 2016 erlebte der TSV Asperg eine Phase, die von sportlichen Erfolgen, strukturellem Wachstum und großen Herausforderungen geprägt war. Gleich 2016 feierte die Frauen 1 über die Relegation den erneuten Aufstieg in die Landesliga und erreichte einen hervorragenden dritten Platz im Bezirkspokal. Auch die Männerteams sorgten für Furore: Die Männer 3 stiegen in die Kreisliga B auf, während die Männer 1 im Bezirkspokal den Vizetitel holten.
Die Jugendarbeit entwickelte sich weiter zur tragenden Säule der Abteilung. Regelmäßige Besuche und Gegenbesuche in Lure festigten die Partnerschaft, und mit dem Start des Handball-Camps 2018 wurde ein neues Highlight geschaffen, das jährlich weit über 100 Kinder und Jugendliche anzog. Gleichzeitig nahmen Funktionäre an überregionalen Zukunftswerkstätten teil, was wichtige Impulse für eine moderne Vereinsentwicklung brachte.
Mit dem Beginn der Corona-Pandemie 2020 stand die Abteilung wie der gesamte Sport vor nie gekannten Herausforderungen. Saisonabbrüche, eingeschränkte Trainingsmöglichkeiten und Hallenschließungen bestimmten den Alltag. Dennoch blieb die Gemeinschaft bestehen: Online-Training, Outdoor-Einheiten und die erfolgreiche Teilnahme der Goetheschule an der TVB-Grundschulliga zeigten die enorme Widerstandskraft der Abteilung.
Die Schadstoffsanierung der Rundsporthalle zwang den Verein 2020/21 zudem zu einem kompletten Heimspielumzug nach Markgröningen – eine Ausnahmezeit, die durch starken Zusammenhalt gemeistert wurde.
Nach dieser Phase kehrte der sportliche Erfolg umso kräftiger zurück: 2021/22 gelang den Männern 1 der Aufstieg in die Landesliga, während Männer 2 gleichzeitig in die Bezirksklasse aufstieg. Die männliche A- und C-Jugend spielte auf Verbandsebene und setzte ein deutliches Zeichen für die Stärke der Nachwuchsarbeit.
Der bisher größte Erfolg dieses Jahrzehnts gelang 2023/24: Die Männer 1 wurden Staffelsieger der Landesliga und stiegen in die Verbandsliga auf – ein Meilenstein nach vielen Jahren intensiver Aufbauarbeit. Gleichzeitig sicherte sich die Männer 2 den Aufstieg in die Bezirksoberliga. Die Abteilung untermauerte ihre moderne Entwicklungsrichtung durch ein neues Leitbild und eine starke Werteoffensive unter dem Motto #FairnessUntermHohenasperg. Die komplette Jugend erhielt einheitliche Trikots – ein Symbol des Zusammenhalts und des professionellen Auftretens.
Die Saison 2024/25 brachte schließlich auch Rückschläge: Die Männer 1 mussten trotz großer spielerischer Entwicklung den Abstieg aus der Verbandsliga hinnehmen. Die Männer 2 erreichten einen starken dritten Platz, konnten jedoch nicht aufsteigen. Die Verbindung zur Partnerstadt Lure blieb lebendig, und erneut reisten Mannschaften nach Frankreich.
Insgesamt waren diese zehn Jahre geprägt von tiefer Resilienz, starken Aufstiegen, klarer Neuausrichtung, moderner Vereinsidentität und einer beeindruckenden Jugendentwicklung.
Zeitzeugen:
"Für mich war das lebhafte Abteilungsleben immer wieder ein Höhepunkt. Die Mini-Spieltage mit gigantischen Spielstationen, die Gründung unseres ersten Fan-Clubs im Jahr 1993, die Familienwandertage, die Skiausfahrten, die Sportwochen, die Jahresfeiern bzw. Schnee-Bälle – insbesondere, dass wir dieses Event neu strukturiert und wieder zum Erfolg ge-führt haben – die legendären Turniere in Fridingen und das erste Turnier in Prag, als wir als 2 junge Trainer „allein in einem fremden Land“ unterwegs waren." Andreas Gruber, langjähriger Spieler und Jugendtrainer
Wichtigste Erfolge & Ereignisse 2017–2026:
- 2017:
- Frauen 1 Aufstieg in Landesliga über Relegation
- Bezirkspokal Platz 3
- Männer 3 Aufstieg Kreisliga B
- Männer 1 Bezirkspokal Platz 2
- 2017: Bezirks-Final4 erneut in Asperg
- 2018: Erstes Handball-Camp
- 2019: Wechsel in Jugendleitung; Lurer Handballer in Asperg
- 2019/20 & 2020/21: Saisonabbrüche durch Corona
- Schulkooperationen (TVB-Grundschulliga)
- 2020/21: Sanierung Rundsporthalle – Heimspiele in Markgröningen
- 2021/22:
- Männer 1 Aufstieg in Landesliga
- Männer 2 Aufstieg in Bezirksklasse
- männl. A- & C-Jugend auf Verbandsebene
- 2023/24:
- Männer 1: Staffelsieger Landesliga & Aufstieg in Verbandsliga
- Männer 2: Aufstieg in Bezirksoberliga
- komplette Jugend mit einheitlichen Trikots
- Start von #FairnessUntermHohenasperg
- Abteilung gibt sich ein Leitbild
- 2024: Besuch in Lure
- 2024/25: Männer 1 Abstieg aus Verbandsliga; Männer 2 Platz 3